Der Schweizer Privatkonsum bekommt wieder etwas mehr Schwung. Der monatlich errechnete UBS-Konsumindikator ist im November von 0,88 auf 1,28 gestiegen, den höchsten Wert seit September 2008. Er deutet somit für die kommenden Monate auf eine stärkere Expansion des Privatkonsums hin, bleibt aber weiterhin unter seinem langjährigen Mittelwert von 1,5.
Berechnet wird der UBS-Konsumindikator aus fünf Subindikatoren: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftsgang im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten generiert werden. Einzig die Zahl der Logiernächte von Schweizern belastete die Entwicklung des Konsumindikators im November, dies allerdings saisonal bedingt. Somit ist im Moment eine klare Verbesserung der Konsumneigung festzustellen.
Trotz der einsetzenden konjunkturellen Verbesserung und der aktuellen Erholung des Konsumindikators sehen die UBS Ökonomen in den kommenden Monaten Risiken einer Abschwächung des Privatkonsums. Insbesondere der erwartete weitere Anstieg der Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Arbeitsplatzunsicherheit dürften das Konsumverhalten dämpfen. Mit einem nachhaltigen Wiedererstarken des Privatkonsums wird erst gegen Mitte nächsten Jahres gerechnet.




