Nach neun Jahren im Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist Franz Marty als Verwaltungsratspräsident zurückgetreten. «Die Raiffeisen Gruppe ist unter Franz Marty stärker zusammengewachsen», sagte Phillippe Moeschinger, VR-Vizepräsident, an der Delegiertenversammlung am Samstag in Luzern. In seiner Abschlussrede würdigte er Franz Marty als einen Finanzexperten mit juristischem Gewissen und politischem Flair, der es geschafft habe, kräftiges Wachstum, Kundenorientierung und Effizienz unter einen Hut zu bringen.
Die Delegierten der 339 Raiffeisenbanken wählten an der Delegiertenversammlung Johannes Rüegg-Stürm als Nachfolger von Franz Marty zum neuen Verwaltungsratspräsidenten. Johannes Rüegg-Stürm ist ordentlicher Professor für Organization Studies an der Universität St. Gallen und gehört seit 2008 dem Verwaltungsrat und dem Verwaltungsratsausschuss von Raiffeisen Schweiz an.
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde ausserdem der Tessiner Angelo Jelmini. Der Rechtsanwalt, Unternehmer und Stadtrat von Lugano ersetzt Mario Verga, der nach elf Jahren als Mitglied des Verwaltungsrats demissioniert hat. Phillippe Moeschinger wurde als Vizepräsident des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz bestätigt.
Die Delegierten genehmigten zudem den Geschäftsbericht, die Gewinn- und Verlustrechnung 2010 sowie die Bilanz von Raiffeisen Schweiz und erteilten dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz Entlastung. Die Delegiertenversammlung von Raiffeisen Schweiz ist das höchste Organ der Genossenschaft. Gemäss ihrer regionalen Verbreitung wird die Delegiertenversammlung jedes Jahr in einem anderen Teil der Schweiz durchgeführt.
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