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Geldpolitische Lagebeurteilung vom 11. Dezember 2008

11 Dezember 2008 | von Schweizerische Nationalbank

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


Pressetitel

Geldpolitische Lagebeurteilung vom 11. Dezember 2008

Verfasser / Quelle

Schweizerische National Bank

Publikation

11.12.2008 | 10:27 Uhr


11.12.2008, Schweizerische Nationalbank senkt Zielband für den Dreimonats-Libor um 50 Basispunkte auf 0,0%–1,0%.


Die Schweizerische Nationalbank hat beschlossen, das Zielband für den Dreimonats-Libor mit sofortiger Wirkung um 50 Basispunkte auf 0,0%–1,0% zu senken. Sie wird den Franken- Geldmarkt weiterhin grosszügig und flexibel mit Liquidität versorgen. Sie wird alles unternehmen, um den Dreimonats-Libor schrittweise in den mittleren Bereich des Zielbandes zu führen.

Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich in den letzten Monaten deutlich verschlechtert.

Die Wirtschaftstätigkeit ist in den USA wie in Europa rückläufig, während sie sich in Asien stark verlangsamt. Die Lage an den internationalen Finanzmärkten hat sich seit September nochmals verschlechtert. Diese Entwicklungen werden die Schweizer Wirtschaft mit voller Wucht treffen. Die Nationalbank erwartet für nächstes Jahr ein negatives BIP- Wachstum.

Es dürfte zwischen -0,5% und -1% liegen. Die ungünstigen Konjunkturaussichten und der Rückgang des Erdölpreises haben zu einer einschneidenden Revision der Inflationsprognose geführt. Die Teuerung wird im Laufe des nächsten Jahres deutlich sinken und dann auf tiefem Niveau verharren. Unter der Annahme eines unveränderten Dreimonats-Libors von 0,5% rechnet die Nationalbank nun mit einer durchschnittlichen Teuerung von 0,9% im Jahr 2009 und von 0,5% im Jahr 2010.

Dank der Verbesserung der Teuerungsaussichten verfügt die Nationalbank über einen Spielraum, den sie mit Entschlossenheit nutzt. Mit der erneuten Senkung des Libor- Zielbandes will sie das Risiko einer weiteren Verschlechterung der Lage verringern und stützt so die Wirtschaftsentwicklung.

Die Nationalbank wird die Entwicklung der internationalen Konjunktur, der Finanzmärkte und des Devisenmarktes weiterhin aufmerksam beobachten. Sollte es die Situation erfordern, wird sie erneut Massnahmen ergreifen.



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Quelle: Schweizerische National Bank | Publiziert am 11.12.08 | Aktualisiert um 10:27 Uhr


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